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Alzheimer: Die Bedeutung Der Prävention

Alzheimer: die Bedeutung der Prävention

Die Vereinigung Alzheimer Südtirol Alto Adige lädt herzlich an die Pressekonferenz über die neue Informationsbroschüre „Gedächtnisstörungen vorbeugen“ im Mittelpunkt, die im Auftrag von ASAA von Dr. Barbara Plagg und mit Unterstützung von Seiten der Stadtgemeinde Bozen verfasst wurde. Die Autorin hat am Klinikum der LMU München über Genetik der Alzheimer-Erkrankung promoviert und ist derzeit als Forscherin bzw. Lehrbeauftragte an der Freien Universität Bozen im Sektor Umwelt und Gesundheit tätig. Sie wird die Inhalte der Broschüre erläutern. Auf nützliche Strategien gegen die Vergesslichkeit gehen auch ASAA-Präsident Dr. Ulrich Seitz, ASAA-Vizepräsidentin Dr. Edith Moroder und der Experte für risikofreies Wohnen, Arch. Dr. Loris Alberghini ein.
Wir wissen alle, dass das Gedächtnis in höherem Alter oft nicht mehr so leistungsfähig arbeitet wie zuvor. Das Reaktionsvermögen und die Merkfähigkeit nehmen ab, neue Informationen können nicht mehr so rasch verarbeitet werden wie gewohnt. Andauernde und mit der Zeit zunehmende Gedächtnisstörungen können bei älteren Menschen jedoch auch ein erstes Anzeichen einer fortschreitenden Entwicklung sein, die über eine „normale“ Altersvergesslichkeit hinaus geht und auf eine beginnende Alzheimer-Erkrankung hinweist. Wenn Sie also bemerken, dass sich Ihr Gedächtnis über mehrere Monate hinweg ständig verschlechtert, sollten Sie dies ernst nehmen und weiter beobachten. Aktuelle Studien zeigen: Betroffene bemerken erste Signale eines stetig nachlassenden Gedächtnisses manchmal lange Zeit, bevor sich in einem Test tatsächlich eine Gedächtnisstörung feststellen lässt. Diese Erkenntnis eröffnet die Perspektive, Gedächtnisstörungen früher als bisher zu erkennen.
Es gibt allerdings keine Methode, mit der man die Demenz garantiert vermeiden kann. Das liegt daran, dass es keinen einzelnen Auslöser für diese Krankheit gibt, keine einzelne Verletzung und auch keine sicher identifizierbaren Erreger. Trotzdem kann man eine ganze Menge tun um vorzubeugen, und das hilft auch dann, wenn man bereits eine leichte kognitive Störung hat. Ähnlich wie bei anderen Krankheiten tragen wahrscheinlich viele Faktoren – sog. Risikofaktoren – dazu bei, dass eine Demenz ausbricht. Wer darauf achtet, sie klein zu halten, kann auch die individuelle Wahrscheinlichkeit senken, dass die Krankheit auftritt. Dabei eignen sich bereits einfache Änderungen des Lebensstils, die leicht in den Alltag integriert werden können, um das Erkrankungsrisiko aktiv zu beeinflussen. Die angesprochene Broschüre informiert darüber, welche Risikofaktoren es gibt und wie diese aktiv verringert werden können. Ein gutes Gedächtnis und geistige Fitness auch in höherem Alter – das wünschen sich alle. Deshalb ist unser Appell: „Informieren Sie sich hier über mögliche Ursachen und erfahren Sie, was Sie dagegen tun können“. Denn: Werden die Risikofaktoren von Alzheimer rechtzeitig erkannt, lässt sich der Ausbruch der Erkrankung wirkungsvoll hinauszögern und ihr Verlauf verlangsamen.
Einer dieser gesicherten Risikofaktoren ist die Depression: Wer in seinem Leben lange depressive Schübe durchmacht, ohne sich behandeln zu lassen, ist doppelt so stark Alzheimer-gefährdet wie andere Leute. Diesen Faktor hält man natürlich klein, indem man sich in Behandlung begibt, wenn man sich psychisch sehr schlecht fühlt. Diese Zusammenhänge wurden gerade auf unserer November-Tagung „Depression-Demenz. Demenz-Depression“ eindrucksvoll aufgezeigt.

Unser Präsident möchte auch hervorheben, dass ASAA zunehmend auf die Bedürfnisse der Bevölkerung reagieren muss, da ihm viele Informationen über Probleme mit den öffentlichen Diensten zugetragen werden. Es gibt zwar seit 2016 einen neuen Landesgesundheitsplan, der den Zeitraum bis 2020 abdecken soll, aber seit seinem Inkrafttreten ist noch nichts Konkretes passiert. Es fehlen Ressourcen für Betreuungsangebote, es mangelt an Fachärzten und spezifisch ausgebildeten Pflegekräften, Betten in den Geriatrien werden geschlossen, Angehörige haben Schwierigkeiten, Arbeit und Pflege zu verbinden, alternative Wohnmodelle sollten verstärkt angeboten werden. Präsident Seitz will bei der PK deshalb auch Ideen für ein Maßnahmenpaket vorstellen, das seiner Meinung nach umgesetzt werden müsste.- Schließlich möchte Ulrich Seitz auch noch ein neues Projekt für Angehörige und Betreuer/innen „Helfen und selber gesund bleiben“ vorstellen.
Ihre Mithilfe für diese Anliegen haben unsere Testimonials zugesagt, die auch bei der PK anwesend sind und kurz zu Wort kommen sollen:
Volksanwältin Dr. Gabriele Morandell, Landtagsabgeordnete Dr. Brigitte Foppa, der Unternehmer Dr. Alex Podini, Prof. Stefan Zerbe von der Uni Bozen, der BM von Neumarkt Dr. Horst Pichler, der Techniker Mario Orlandi sowie der Grafiker Wolfgang Töchterle, der unsere Präsentation begleitet.

 

 

 

 

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